Lexikon

Aktuar/Versicherungsmathematiker

Als Aktuare werden Versicherungsmathematiker bezeichnet. Die Hauptaufgabe eines Aktuars besteht in der Erstellung von mathematischen Modellen auf Basis von Simulationen sowie Bewertung und Steuerung von Risiken. Ziel ist die Berechnung von Zielgrößen für die Zukunft, bei der vergangenheitsbezogene Daten aus Beobachtungen und Analysen herangezogen werden. Auf diesem Wege sollen versicherungstechnische Ergebnisse ermittelt werden, die Rückschlüsse bzw. Prognosen über zukünftige Ereignisse gestatten. 

Die Tätigkeit der Aktuare ist vor allem für die Entwicklung neuer Tarife von großer Bedeutung. Mit Hilfe von mathematischen Methoden werden Risikomodelle erstellt, aus denen sich dann die zu versichernden Risiken möglichst realitätsnah ableiten lassen sollen. So lässt der Aktuar ein Portfolio aus Risiken entstehen, welches wiederum die Grundlage zum Tarif darstellt. Auf dessen Basis werden dann die einzelnen Prämien berechnet. 

Die Berufsbezeichnung "Aktuar" ist rechtlich nicht geschützt. Die wichtigste Zugangsvoraussetzung ist eine abgeschlossene mathematische Ausbildung an einer Hochschule. Darüber hinaus sind umfangreiche Grundkenntnisse über Statistik, Finanzmathematik und Wahrscheinlichkeitstheorie erforderlich. 

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