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Gruppenversicherung

Die Gruppenversicherung ist eine vor allem im betrieblichen Umfeld stark verbreitete Versicherungsart. Sie wird zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung geschlossen, wobei als Versicherungsnehmer meist das Unternehmen auftritt, welches für seine Beschäftigten den Vertrag abschließt und dadurch verbesserte bzw. Sonderbedingungen und Rabatte erzielt. Das Unternehmen zieht die Versicherungsbeiträge bei den versicherten Arbeitnehmern ein und leitet diese dann geschlossen an die Versicherung weiter. Das führt auf Seiten des Versicherers meist zu erheblichen Einsparungen im Hinblick auf den Verwaltungsaufwand, wodurch sich deutliche Vergünstigungen bei den Beiträgen ergeben. Typische Beispiele für Gruppenversicherungen sind Kranken- und Pflegeversicherungen. 

 

Vorteile einer Gruppenversicherung

Die wichtigsten Vorteile der Gruppenversicherung liegen meist in den günstigeren Konditionen. Neben Einsparungen bei den Beiträgen können aber auch Wartezeiten entfallen und Vorerkrankungen mitversichert werden. Darüber hinaus können in vielen Fällen Familienmitglieder zu den gleichen Konditionen mitversichert werden. Versicherungsnehmer, die bereits eine Einzelversicherung desselben Anbieters besitzen, können diese in der Regel auf den Gruppenversicherungstarif umstellen lassen. Arbeitgeber haben durch die Gruppenversicherung die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern eine optimale medizinische Behandlung zukommen zu lassen und so die Dauer ihres Ausfalls gegebenenfalls zu reduzieren.

 

Wichtige Merkmale zu Voraussetzungen, Abschluss und Verlauf

Möchte ein Arbeitgeber eine Gruppenversicherung abschließen, bedarf es dazu der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen. So müssen die versicherten Personen als Arbeitnehmer dem Unternehmen angehören und nach objektiven Merkmalen (z. B. Alter) ausgewählt werden. In der Regel gibt es auch eine Mindestanzahl an versicherten Personen, um einen Gruppentarif rechtfertigen zu können. Innerhalb der ausgewählten Gruppe an versicherten Personen muss die Beteiligung zudem mindestens bei 90 Prozent liegen, da ansonsten nur Einzeltarife mit Rabatt vergeben werden. Scheidet ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen und damit aus der Gruppe der versicherten Personen aus, muss ihn der Arbeitgeber entsprechend aus dem Gruppenversicherungsvertrag abmelden. Sofern über die Gruppenversicherung auch Familienmitglieder des Arbeitnehmers mitversichert wurden, endet damit auch deren Versicherungsschutz. 

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