Lexikon

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung ist, ebenso wie die fondsgebundene Lebensversicherung, eine Geldanlage, die von vielen zur Altersvorsorge genutzt wird. 

 

Die Kapitallebensversicherung

Bei der Kapitallebensversicherung wird am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit oder im Todesfall das angesparte Kapital in einer Gesamtsumme an den Versicherungsnehmer oder, im Todesfall, an einen Hinterbliebenen ausgezahlt. Die Höhe der Auszahlung setzt sich zusammen aus der garantierten Versicherungssumme und der Überschussbeteiligung. Da die Laufzeit der Versicherung nicht an den Tod des Versicherten gebunden ist, kann man sie vertraglich frei vereinbaren. Üblich ist eine Laufzeit von 20 bis 30 Jahren. 

Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung legt die Versicherung die eingezahlten Prämien zu einem großen Teil in Finanzprodukte an und erwirtschaftet so die Überschussbeteiligung, die am Ende der Laufzeit zusammen mit der garantierten Versicherungssumme ausgezahlt wird. 

 

Die fondsgebundene Lebensversicherung

Die fondsgebundene Lebensversicherung ist eine Mischform aus Versicherung und Geldanlage in einem Fond. Bei dieser Form der Geldanlage werden die geleisteten Versicherungsbeiträge nicht wie bei der Kapitallebensversicherung im Rahmen der Anlagepolitik des Versichers angelegt und verzinst, sondern direkt in einen Fonds investiert. Die Rendite bzw. die Überschussbeteiltigung hängt hierbei allein von der Wertentwicklung des Fonds ab. Dadurch lassen sich auf der einen Seite hohe Gewinne erzielen. Auf der anderen Seite ist aber auch das Verlustrisiko sehr hoch, denn der Wert des Fonds ist eng mit dem Auf und Ab der Börse verknüpft. Im schlimmsten Fall droht bei der fondsgebundenen Lebensversicherung der Totalverlust aller eingezahlten Beiträge. Hinzu kommt, dass der Versicherer nicht verpflichtet ist, eine bestimmte Summe zu garantieren. 

Alle Risiken – und Chancen – liegen bei der fondsgebundenen Lebensversicherung somit auf der Seite des Versicherungsnehmers. Dieser hat allerdings die Möglichkeit, den Fond, in den sein Geld fließen soll, selbst auszuwählen. Bei den meisten Versicherern kann man außerdem den Fond während der Laufzeit wechseln („switchen“). 

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