Deutschlands beliebteste Geldanlagen – gestern und heute

Das Sparbuch bleibt. Es gibt diverse andere Anlageformen, die mehr Zinserträge einbringen, aber die Deutschen vertrauen weiterhin auf die Sicherheit des Althergebrachten in Form des klassischen Sparbuchs. Einen ähnlich guten Stand in der Gunst der Anleger hatte auch mal die Lebensversicherung, denn auch sie galt einmal als Klassiker der Altersvorsorge. Hier haben sich die Zeiten allerdings massiv geändert.

Rückgänge und Resignation: Entwicklung der Anlageprodukte

Auch im Jahr 2017 gilt das Sparbuch noch als die beliebteste Form der Geldanlage in Deutschland. Für 45 Prozent aller Sparer ist es "ihre" Geldanlageform, heißt es laut einer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG. Ein leichter Rückgang ist dennoch zu verzeichnen, denn im Vorjahr waren es noch 48 Prozent, die dem Sparbuch ihr uneingeschränktes Vertrauen schenkten. Dieser Rückgang ist jedoch kein Vergleich zu dem, was der Bereich der Lebensversicherungen hinnehmen musste. Im Jahr 2015 stand dieses vormals beliebte Anlageprodukt noch auf Platz zwei mit 31 Prozent. In 2016 musste sich die Branche mit 26 Prozent schon mit dem vierten Platz begnügen – hinter Bausparvertrag und Immobilien.

Rund 17 Prozent der Befragten legen ihr Geld in Fonds an, was ebenfalls einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent) entspricht. Ähnlich verhält es sich mit Aktien (2015: 18 Prozent; 2016: 17 Prozent). Zugewinne waren nur bei der Position "keine Anlage" zu verzeichnen, denn mittlerweile sind es 16 Prozent der Bürger, die ihr Geld entweder nicht anlegen wollen oder können und damit auch keine der anderen eher traditionellen Anlageformen wie z. B. Tages- oder Festgeld nutzen. Wenn es um die Rendite geht, so sehen 28 Prozent aller Befragten derzeit die größten Chancen in Aktien und Fonds. 25 Prozent würden eher auf Immobilien setzen.

Sicherheit genießt oberste Priorität

Rund 52 Prozent der Befragten gaben an, dass das Kriterium "Sicherheit" ausschlaggebend für die Auswahl von Anlageprodukten sei. Gegenüber dem Vorjahr zeigt dieser Wert einen leichten Rückgang von 2 Prozent. Als Konstante darf nach wie vor die Angst vor einer Geldentwertung angesehen werden: 63 Prozent der Befragten befürchten eine Inflation in Form eines Preisanstiegs und einer Entwertung des Ersparten. Die Angst vor einem sinkenden Lebensstandard ist ebenso stark vertreten: 53 Prozent sorgen sich diesbezüglich über alle Altersgruppen hinweg. Mit knapp 40 Prozent bleibt die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone bestehen.

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