Eiopa Finanzstabilitätsbericht liegt vor: die Risiken für Versicherer

Ein Jahr nach Solvency II ist das erste Fazit da: Der aktuelle Finanzstabilitätsbericht für den europäischen Versicherungssektor der Eiopa liegt vor und die Branche wird darin als ausreichend kapitalisiert beschrieben. Die Profitabilität ist stabil, könnte sich in absehbarer Zeit jedoch verschlechtern. Das fragile makroökonomische Umfeld lässt schon jetzt etwas zu wünschen übrig.

Insgesamt nur wenige Veränderungen gegenüber dem letzten Bericht

Der Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (Eiopa) kommt üblicherweise im Halbjahresrhythmus und umfasst den Europäischen Wirtschaftsraum, also sämtliche EU-Staaten zuzüglich Island, Norwegen und Liechtenstein. Die aktuelle Ausgabe deutet insgesamt auf wenige Veränderungen hin. So wird das makroökonomische Umfeld trotz diverser Anzeichen für Verbesserungen weiterhin als fragil eingeschätzt. Die Eiopa sieht sowohl für Versicherungen als auch für die betriebliche Altersvorsorge entsprechende Herausforderungen, die durch politische Unsicherheiten, neue Risiken und Terrorattacken begründet sind.

Profitabilität unter Druck, Solvency II ein Erfolg

Die Profitabilität wird nach wie vor als stabil eingeschätzt. Die Eigenkapital-Rentabilität lässt sich derzeit mit neun Prozent im Median beziffern. Es steht jedoch zu befürchten, dass sich die Lage durch den konstanten Druck künftig verschlechtern könnte. Dieser Druck entsteht laut der Behörde durch die andauernde Niedrigzinsphase, das geringe Wirtschaftswachstum und die geringe Asset-Qualität in manchen Ländern.

Die Einführung von Solvency II sei laut Eiopa seit Anfang 2016 reibungslos abgelaufen. Mehr noch: Angesichts der Größe der europäischen Versicherungsbranche sei es laut Eiopa-Chef Gabriel Bernardino ein voller Erfolg, der auf signifikante Weise zur Stabilität des europäischen Finanzsektors beigetragen habe. Den nahtlosen Wechsel führt er auf angemessene Übergangsphasen zurück, die in erster Linie von den Lebensversicherern genutzt worden seien, welche Produkte mit langfristigen Garantien verkaufen.

Während der Einführung von Solvency II konnten einige Versicherer laut Eiopa ihre Kapitalposition erhöhen. Bei der großen Mehrheit der Einzelgesellschaften sei die Solvabilitätsquote auf Werte über 100 Prozent gestiegen, im Median sogar auf über 200. Bei Lebensversicherern lag dieser Wert bei 217, bei Versicherern aus dem Bereich Nichtleben bei 207. Unternehmen, die in beiden Bereichen aktiv sind, kamen auf 210. Die Eiopa sieht darin eine ausreichende Kapitalisierung des europäischen Versicherungssektors. Dennoch müssten neu entstehende Risiken auch weiterhin genau beobachtet werden.

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