Fachkonferenz zum Code of Conduct in der Versicherungswirtschaft

Vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wurden im März letzten Jahres die "Verhaltensregeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten durch die deutsche Versicherungswirtschaft", der sogenannte Code of Conduct (COC), herausgegeben. Dem sind bislang auch viele Versicherer beigetreten. Es herrschen jedoch in vielen Unternehmen noch Unsicherheiten in Bezug auf die Umsetzung der einzelnen Details. 


Daten sperren oder löschen

Die dritte Fachkonferenz "Datenschutz in der Assekuranz: Umsetzung des Code of Conduct in der Versicherungswirtschaft", die von den Versicherungsforen Leipzig veranstaltet wurde, diente als Plattform für Datenschutzbeauftragte, um über die mit dem Code of Conduct verbundenen Hürden und dessen Umsetzung zu diskutieren. Die größten Unklarheiten scheinen derzeit beim Thema Löschen und Sperren zu bestehen, denn das Löschen von nicht mehr benötigten Daten sei mit einem sehr hohen Aufwand verbunden, den derzeit kein Unternehmen in Kauf zu nehmen imstande ist. Wesentlich leichter sei es, die Daten einfach zu sperren. In dem Zusammenhang tun sich viele Fragen auf. Denn zunächst müsse definiert werden, welche Daten wann nicht mehr benötigt werden. Genau das sei von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich. Versicherer sollen gut damit beraten sein, Sperr- und Löschkonzepte mit explizitem Berechtigungssystem zu entwickeln, die mit dem COC vereinbar sind. 

Erste Erfahrungen mit der Umsetzung

Berichte individueller Erfahrungen mit der Einführung des COC kamen von Vertretern der Ergo Direkt, der Nürnberger Versicherungsgruppe und vonseiten des AXA-Konzerns. Dabei wurde deutlich, dass es sich bei der Umsetzung um ein umfangreiches Projekt handele, welches einer gut strukturierten Planung bedürfe. Laut Malte-Michael Kaspar von der Ergo Direkt sei es unerlässlich, gleich am Anfang der Umsetzung verschiedene Abteilungen am Prozess zu beteiligen, da der COC seiner Erfahrung nach mehr Abteilungen berühre als zu Beginn angenommen. Von Dirk Petrautzki kam die Empfehlung, stets auf Prüfungen vorbereitet zu sein. Denn mit diesen sei immer zu rechnen, auch wenn sich die Versicherer freiwillig zum COC verpflichteten. Peter Mainzer von der AXA wies darauf hin, rechtzeitig den Vorstand mit einzubeziehen.

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