Fitch-Rating: Mäßige Aussichten für Lebensversicherer

Die Ratingagentur Fitch Ratings Inc. attestiert der deutschen Lebensversicherungsbranche eine stabile Lage bei eher trüben Aussichten. Durch niedrige Anlagerenditen und einen weiterhin anhaltenden Ergebnisdruck wird die Zukunft, genauer gesagt das bevorstehende Jahr 2018, jedoch negativ bewertet. Damit haben sich Lage und Perspektiven der Lebensversicherer auch in diesem Jahr kaum verändert.

Stabilere Perspektiven liegen im Bereich des Möglichen

Laut den Experten der Ratingagentur Fitch sei der Druck auf die Branche jedoch noch überschaubar, was den Ausblick auf einem stabilen Niveau hält. So seien innerhalb der nächsten zwölf Monate keinerlei wesentliche Änderungen bei der kumulativen Position einzelner Ausblicke zu erwarten. Höherstufungen halten die Experten derzeit für unwahrscheinlich, da es keine Anzeichen für eine erhebliche Anzahl von Rating-Upgrades gebe. Darüber hinaus könne ein langsamer Anstieg der Zinssätze die Lebensversicherer ertragsmäßig unterstützen und infolgedessen zu stabileren Perspektiven für die Branche führen.

Neugeschäft verlagert sich zusehends

Dabei geht die Agentur von den Marktzinsen aus, wie sie zu den historischen Tiefständen herrschten. Dies stelle auch weiterhin wegen der Diskrepanzen bei den Laufzeiten der Vermögenswerte eine große Herausforderung dar. Positiv werden hingegen der vielfältige Geschäftsmix, die bedeutsamen Erträge aus nicht zinssensitiven Quellen und die nach wie vor starken Kapitalpositionen bewertet. Das Neugeschäft verlagert sich zusehends auf Produkte mit relativ geringen Kapitalanforderungen, zu denen beispielsweise Produkte mit geringen Garantien, Fondspolicen und Biometrie-Produkte gehören. Die Kunden würden sich derzeit nur deswegen zurückhalten, weil sie noch Zeit benötigten, um sich an die neuen Produkte anzupassen.

Keine Verschlechterung der Solvenz-Kennzahlen zu erwarten

Laut der Analysen ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich die Solvenz-Kennzahlen im zurückliegenden Jahr verschlechtert haben. Hinzu kommt, dass sich die Finanzmarktbedingungen verbessert haben. Gleiches gilt für die Struktur der zugrunde liegenden Versicherungsbestände mit geringer Garantieabhängigkeit. Etwa 70 Prozent der Lebensversicherer aus Deutschland haben im Hinblick auf versicherungstechnische Rückstellungen Übergangsmaßnahmen beantragt. Ohne diese Maßnahmen wäre die SCR-Quote (Solvency Capital Requirement) bei 180 Prozent angelangt. Jedoch waren 13 der 84 berichtenden Unternehmen nicht dazu in der Lage, die MCR-Bedeckung (Minimum Capital Requirement) ohne Hilfen zu erreichen.

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