Lebensversicherer setzen auf Indexpolicen

Indexpolicen sorgen für leichten Optimismus bei den Lebensversicherern. Wegen sinkender Renditen werden immer weniger klassische Lebensversicherungen zur Altersvorsorge abgeschlossen. Daher hat die Allianz Versicherung schon im Jahr 2007 mit dem Vorsorgekonzept „IndexSelect“ die erste Indexpolice auf den Markt gebracht. Inzwischen haben sich mehr als zwölf Versicherungen dem Trend angeschlossen und eigene Tarife entwickelt. Wer eine Indexpolice abschließen möchte, sollte nicht nur die Rendite beachten. Auch die Gestaltung der Garantieleistungen muss genau betrachtet werden, um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen.

Geldanlage am Kapitalmarkt

Mit Abschluss einer indexgebundenen Rentenversicherung nimmt der Versicherte am Kapitalmarkt teil. Der Versicherer investiert in einen Index, der die Entwicklungen an den Finanzmärkten nachbildet. Die Versicherungsnehmer erhalten jedoch die Garantie, dass mindestens das eingezahlte Guthaben erhalten bleibt. Dafür weist die Versicherung eine gedeckelte Rendite auf. Damit stellt die Indexpolice eine Lösung zwischen klassischer und fondsgebundener Altersvorsorge dar.

Nicht nur auf die Rendite achten

Bevor sich ein Versicherungsnehmer für ein Altersvorsorgeinstrument entscheidet, sollte er sich mit den Produktmerkmalen vertraut machen. Die Rendite als Vergleichsmerkmal ist nicht aussagekräftig genug, weil es bei den verschiedenen Anbietern große Abweichungen gibt. Außerdem machen einige Versicherer sehr optimistische Angaben zur Performance der Indexpolice. Auch die Vielzahl an Finanzprodukten, die zur Anlage der Überschussbeteiligungen genutzt werden, erschwert einen Vergleich. Gleichzeitig bieten die zahlreichen Anlagemöglichkeiten eine größere Vielfalt für die Kunden. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten daher die Garantiegestaltung, die erwartete Rendite und die Anlageformen der Überschussbeteiligung betrachtet werden.

Überschussbeteiligungen sinken

Solange die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt anhalten, werden die Überschussbeteiligungen der Lebensversicherungen weiter sinken. Für die Rendite einer Indexpolice ist jedoch ein angemessener Überschuss entscheidend. Daher sollten die Versicherten bei einem Vergleich vor allem auf die Finanzstärke und die veröffentlichten Unternehmenszahlen eines Anbieters achten.

Neue Klassik als Alternative

Experten sehen in den Indexpolicen höheres Ertragspotenzial als in einer konventionellen Lebensversicherung. Noch besser schneiden jedoch die Produkte der sogenannten neuen Klassik ab. Die neuen klassischen Tarife sind für die Kunden besser verständlich und erfordern geringere Kenntnisse über die Finanzmärkte als Indexpolicen. Indexpolicen eignen sich darum eher für Versicherte, die ihr Vermögen auch in anderen Investmentprodukten anlegen und sich am Kapitalmarkt gut auskennen.

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