Lebensversicherer: So relevant sind die einzelnen Sparten

Den größten Anteil an den Neuzugängen bei den deutschen Lebensversicherern hatten im vergangenen Jahr die Kollektivversicherungen zu verzeichnen und konnten sich damit knapp vor den Rentenversicherungen positionieren. Dafür führten sie nach der neunten Steigerung hintereinander weiterhin die Bestands-Rangliste an.

Neugeschäft fängt Abgänge nicht mehr auf

Lässt man Pensionskassen und Pensionsfonds außer Acht, ist der Vertragsbestand der deutschen Lebensversicherer innerhalb der letzten zehn Jahre um rund acht Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2015 ließ er sich demnach auf 86,7 Milliarden beziffern. Das Minus wäre noch signifikanter ausgefallen, hätte es im Jahr 2014 keinen Sondereffekt gegeben. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf das deutlich abgeschwächte Neugeschäft zurückzuführen, mit dem sich sowohl die regulären als auch die vorzeitigen Abgänge nicht mehr auffangen lassen.

Die Branche hatte nach Erhebungen des Map-Reports nur noch ein Vertragsvolumen von 5,1 Millionen Euro an eingelösten Versicherungsscheinen im Bereich der Neuzugänge verzeichnen können. Das entspricht dem schlechtesten Neuzugang des letzten Jahrzehnts.

Flaute für das ehemalige Flaggschiff

Die Kapitallebensversicherung (KLV) galt in der Branche einst als das Flaggschiff. Heute hat sie den geringsten Anteil am Neugeschäft, denn im vergangenen Jahr wurden nur noch rund 394.000 Verträge verkauft. Zum Jahresende hin rutschte der Bestand mit 22,1 Millionen Verträgen noch weiter ab, sodass er am Gesamtbestand schlussendlich nur noch 25,7 Prozent ausmachte. Zuletzt lag der Neugeschäftsanteil im Jahr 2006 mit 12,2 Prozent im zweistelligen Bereich. Von da an bis zum Jahr 2015 ist er um fast 15 Prozent — seit 2009 kontinuierlich — zurückgegangen. Als Gründe für diese Entwicklung werden der Wegfall von Steuerprivilegien sowie Veränderungen im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes genannt.

Im gleichen Beobachtungszeitraum ist der Anteil der Risikolebensversicherungen am Gesamtbestand der deutschen Lebensversicherer gestiegen. Der Anteil am Neugeschäft verlief augenscheinlich etwas unbeständig, konnte sich jedoch aus Zehnjahressicht behaupten und um fast zwei Drittel zunehmen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil dann mit 1,1 Millionen neuen Policen bei einem Fünftel. Hinter Renten- und Kollektivversicherungen nimmt die Risikolebensversicherung damit den dritten Rang ein.

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