LV-Storno: Volumen steigt, Quote sinkt

Das Stornovolumen steigt, die Stornoquote sinkt. Wie das zusammenpasst, erklärt der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft e.V. in der aktuellen Ausgabe "Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2014". Im Jahr 2013 wurden demnach Lebensversicherungen im Wert von 14,71 Milliarden Euro storniert, wobei im gleichen Zeitraum die Stornoquote auf 3,32 gesunken ist. 

Stornoquote sinkt, Stornovolumen steigt

Der Unterschied liegt darin, dass sich die Stornoquote auf die Anzahl der Verträge bzw. auf den vorzeitigen Abgang bezieht, das Stornovolumen auf deren Wert in Euro. Es wurden im Jahr 2013 also weniger Verträge storniert, wobei diese allerdings einen insgesamt höheren Wert als im Vorjahr erreichten. Die 14,71 Milliarden Euro entsprechen dabei einer Steigerung von 1,9 Prozent. Zum Vergleich nun die Stornoquote: Diese ist von 3,48 (2012) auf 3,32 (2013) Prozent gesunken und hat damit den niedrigsten Wert seit 1993 erreicht. Der GDV hat ebenfalls ermittelt, dass der Anteil an vorzeitig zur Auszahlung gekommenen Leistungen von 19,0 auf 18,5 Prozent zurückgegangen ist. 


Zweitmarkt kann als Alternative attraktiver werden

Diese Zahlen sind auch für den Zweitmarkt für Lebensversicherungen interessant, denn nachdem Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V. (BVZL) betrug das Ankaufsvolumen im vergangenen Jahr rund 200 Milliarden Euro. Dass dieser Markt nur in geringem Maße von dem Anstieg profitieren konnte, wird auf die geringe Bekanntheit der Option, die Lebensversicherung zu verkaufen statt zu kündigen, zurückgeführt. Der Zweitmarkt könnte jedoch in Zukunft attraktiver werden: Das Lebensversicherungsreformgesetz bringt Neuregelungen bezüglich der Bewertungsreserven und der Beteiligung an Risikoüberschüssen mit sich, die auf Seiten des Zweitmarktes zu mehr Planungssicherheit und Ankaufsmöglichkeiten führen können. 

Nach wie vor kein gesetzlicher Hinweis auf Zweitmarkt

Der Gesetzgeber ist bislang aber noch nicht dem Vorschlag gefolgt, eine Hinweispflicht auf den Zweitmarkt mit in das Reformgesetz aufzunehmen. So ist es beispielsweise in Großbritannien der Fall. Kunden wissen oftmals gar nicht, dass sie über den Zweitmarkt Mehrerlöse erzielen können, die zwischen 3 und 15 Prozent liegen. Die Käufer solcher Policen führen diese über die verbleibende Laufzeit weiter, was darüber hinaus noch einen Rest-Versicherungsschutz ermöglicht.

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